'Sport ist nicht Mittel zur Integration, Sport ist Integration.', so hat
es Thomas Bach, der Präsident des Deutschen Olympischen
Sportbundes einmal ausgedrückt und damit eine wichtige soziale
Komponente des Sports betont.
Die zahlreichen Sportvereine und ihre Mitglieder hier in der
Wesermarsch sorgen nicht nur für die Förderung der Fitness, der
Gesundheit und des positiven Lebensgefühls, sondern sie sind
auch Mittler der Integration von Menschen, die aus anderen
Regionen Deutschlands, aus anderen Herkunftsländern und mit
anderen Sprachen zu uns gekommen sind.
Und das ist eine wirklich große Aufgabe, die gerade in unseren
Vereinen in der Wesermarsch sehr ernst genommen wird und
gute Erfolge aufweisen kann. Sport kennt keine Grenzen – das
muss unser Leitmotiv sein.
Doch heute, einen Tag vor dem Europäischen Protesttag für die
Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai,
möchte ich besonders den Sport als Integrationsmittler für die
Menschen mit Handicaps oder Behinderungen hervorheben.
Heute reden alle von Inklusion. Viele wissen nicht so richtig, wo
der Unterschied sein soll.
Inklusion geht noch weiter als Integration.
Die Diskussion um die Inklusion ist seit Anfang 2009 mit der UNKonvention
über die Rechte von Menschen mit Behinderungen
stark in den Mittelpunkt gerückt. Und die UN-Konvention ist
rechtsgültig für alle Bereiche in Deutschland, in Niedersachsen, in
der Wesermarsch.
Das Ziel einer inklusiven Gesellschaft geht davon aus, dass
niemand, weil er anders ist, erst aussortiert wird, und dann
wieder zurückintegriert werden muss, sondern dass alle, ob mit
Behinderungen, mit einer anderen Sprache oder Hautfarbe, Arm
oder Reich, alt oder jung, dass alle das Recht haben
dazuzugehören - ohne Diskriminierung.
Das klingt erst mal für den Sport gar nicht so einfach.
Aber ich glaube, es lohnt sich, darüber nachzudenken, wie dieser
Anspruch umzusetzen ist – in der Sportpraxis wie auch bei den
Funktionären.
Wer, wenn nicht der Sport, erzieht ja nicht nur zu
Leistungsbereitschaft und Wettkampf, sondern ebenso zu Teamgeist.
Und wie viele Menschen, die von einer Behinderung be- oder
getroffen wurden, haben gerade durch den Sport neuen
Lebensmut und enormen Kampfgeist entwickelt.
Ich glaube, wenn man nur diese wenigen Aspekte sieht, wird
deutlich: die Leistung des Sports für unsere Gesellschaft kann gar
nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Dazu tragen Sie alle bei, die meist ehrenamtlichen Funktionäre,
die Übungsleiterinnen und Übungsleiter, die
Leistungssportlerinnen und die Breitensportler.
Dem Kreissportbund Wesermarsch als Bindeglied zwischen den
Vereinen und Verbänden kommt dabei eine wichtige und
verantwortungsvolle Aufgabe zu. Er kann z. B. neue Ziele
definieren, Qualifizierungen organisieren, den Kontakt zu den
übergeordneten Organisationen, zu Medien und Politik
organisieren. Ich wünsche mir, dass Sie dies weiter so engagiert
und erfolgreich tun und bedanke mich für Ihre geleistete Arbeit
für die Menschen in der Wesermarsch. Mehr »